Susi Raith & die Spießer „Wilde Zeiten“

Am Freitagabend, 20. März 2026, kam Susi Raith mit ihren Spießern in den Konzertsaal der Musikschule nach Essenbach. „Wilde Zeiten“ erwarteten das Publikum.

Mit ihrem ersten Lied „Spießer“ legten sie bereits den Grundstein für einen herrlich musikalischen Abend. „Manchmal bin i a Spießer und dann bin i a Genießer“ erklang voller Lebensfreude und hatte eine gewisse Leichtigkeit im Gepäck. „… und dann bin i wieda zfriedn, dass i bin wia i bin!“ lautete die Botschaft der Musiker.

Der Sound aus der Oberpfalz eroberte in den kommenden zwei Stunden mal rockig und fetzig die Bühne und dann erreichten wieder ganz sanfte Melodien das Publikum. Mehrstimmig und untermalt mit den unterschiedlichsten Instrumenten von Ukulele bis Melodika präsentierten die Künstler ihre eigenen Texte musikalisch hochkarätig.

Dazwischen plaudern die fünf immer mal wieder aus dem Nähkästchen und versprühten pure Lebensfreude. „Moing rengts wahrscheinlich, weils nach Odl riacht“, bemerkte Jochen Goricnik. „Und des sogt a Stoderer!“ konterte seine Ehefrau Susi Raith mit einem Augenzwinkern.

Sogar ein Freund aus Kindertagen war mit auf der Bühne. Marco Klement sprang als Aushilfskeyboarder für den erkrankten Stitzi ein. Aufgrund seiner eigentlichen Tätigkeit als Organist gab er sogar ein Opferkörbchen für die Aktion „Sorgenorganist“ durch die Reihen im Publikum.

Komplett machte die Band Max Seelos, der am Schlagzeug für den richtigen Groove sorgte. Sein eigener Rap-Song „Kreisverkehr“ erzählt davon, dass im Traum alles möglich ist. „Mei Dahoam“ und „Verschenk Dei Lacha“ nahm die Gäste vor der Pause mit auf die unglaubliche Reise nach Nepal. So war die Antwort auf die Frage „Wos braucht ma auf dera Welt?“ relativ einfach: „an Menschen, der zu oam hoit.“

Ein Koffertrauma, ein Country-Schnulzen-Song und Beziehungslieder ohne Kitsch erfüllten den Konzertsaal in der zweiten Hälfte. Das letzte Lied widmete Susi Raith ihrem Opa. „Oid weadn wui schließlich jeda, aba oid sei koana.“ Am Ende freute sich das Publikum über zwei Zugaben und einem gemeinsamen Ausklang eines herrlichen Abends.