Zum zweiten Mal in diesem Jahr hieß es in der ESKARA in Essenbach: „BUMM“ – ausverkauft! Nachdem Helmut Binser bereits im März mit seinem aktuellen Programm für Begeisterung gesorgt hatte, stand der Kabarettist am Samstagabend, 19. September 2026, erneut auf der Bühne. Und auch beim zweiten Gastspiel war schnell klar: Die Besucherinnen und Besucher erwartete ein Abend voller schräger Geschichten, pointiertem bayerischem Humor und jeder Menge Lachsalven.
Mit seinem gewohnt lässigen Auftreten – schwarzer Hut, schwarze Kleidung und rote Turnschuhe – betrat Helmut Binser die Bühne und hatte das Publikum schon nach kurzer Zeit auf seiner Seite. Dabei sind es vor allem die scheinbar alltäglichen Geschichten, die bei ihm zu großen Kabarettmomenten werden. Persönliche Erlebnisse, Beobachtungen aus dem Leben und herrlich absurde Gedankengänge verbindet er zu einem Programm, bei dem ein Gag den nächsten jagt.
Mit einem Ausflug in seine Kindheit erinnerte sich Binser daran, wie er gemeinsam mit seinem Opa im Quelle-Katalog blätterte. Was damals ganz selbstverständlich zur Beschäftigung gehörte, sorgt heute für nostalgische Schmunzler. Ebenso geblieben ist ihm eine Lebensweisheit aus früheren Zeiten: „Bei Armut (Anm. d. R.: im Hinblick auf die Dessous-Seiten) derf ma ned wegschaun.“ Wie viel Wahrheit und gleichzeitig wie viel Humor in solchen Sätzen stecken kann, zeigte der Kabarettist auf seine ganz eigene Art.
Auch der Doktor aus Runding bekam seinen Platz im Programm. Vormittags hält er Sprechstunde, zur Mittagszeit geht es für ihn in die Metzgerei zur Brotzeit – und dort wird gleich noch eine Zweitmeinung eingeholt. Was bei anderen vielleicht nach medizinischem Alltag klingt, entwickelt sich bei Helmut Binser zu einer herrlich skurrilen Geschichte, bei der das Publikum immer wieder herzlich lachen konnte.
Besonders turbulent wurde es rund um den Vogel Hansi. Was zunächst nach einer harmlosen Vogelgeschichte klingt, nahm bei Binser schnell ungeahnte Ausmaße an. Vom Obdachlosen bis zum Immobilienbesitzer wurden sämtliche Möglichkeiten ausgeschöpft, um Hansi vor dem „roten Katerer“ des Nachbarn zu schützen. Eine Geschichte, die eindrucksvoll zeigt, wie Binser aus einer alltäglichen Ausgangssituation eine völlig absurde und damit umso komischere Welt entstehen lässt.
Neben seinen Geschichten sorgte der Kabarettist auch diesmal mit Liedern und musikalischen Einlagen für Abwechslung. Dabei beweist Binser immer wieder, dass seine Mischung aus Erzählkunst, Musik und pointiertem Wortwitz bestens funktioniert. Die Gäste in der ESKARA dankten es ihm mit viel Applaus und zahlreichen Lachern. Was den besonderen Reiz von „BUMM“ ausmacht, sind die vielen kleinen Details und Verknüpfungen. Geschichten werden aufgegriffen, Gedanken weitergesponnen und scheinbar nebensächliche Begebenheiten entwickeln sich zu großen Pointen. So entsteht ein Abend, bei dem man nie genau weiß, wohin die nächste Geschichte führt – aber sicher sein kann, dass es sensationell komisch wird.
Nach einem kurzweiligen und äußerst unterhaltsamen Abend verabschiedete sich der Kabarettist unter großem Applaus, zwei Zugaben und jeder Menge Autogrammen von den Essenbachern. Wer „BUMM“ bislang noch nicht erlebt hat oder Helmut Binser gerne noch einmal mit seinem aktuellen Programm sehen möchte, bekommt dazu eine weitere Gelegenheit: Am 23. April 2027 gastiert Helmut Binser erneut mit „BUMM“ in der ESKARA in Essenbach. Nach zwei ausverkauften Abenden dürfte die Nachfrage auch für diesen Termin groß sein. Und eines ist sicher: Wer Helmut Binser an diesem Abend erlebt hat, wird wohl noch eine Weile über Hansi, den roten Kater und so manche andere Geschichte aus „BUMM“ schmunzeln.







