Chiemgauer Volkstheater – „Eine Amsel macht doch keinen frommer!“

Das Chiemgauer Volkstheater sorgte am Sonntag, 08. Februar 2026 für jede Menge Lacher im Essenbacher Publikum. „Eine Amsel macht doch keinen frommer!“ hieß die unbestechliche Komödie von René Heinersdorff. So wartete das Publikum gespannt, was wohl dieses Mal unter der Regie von Bernd Helfrich auf der ESKARA-Bühne alles so passieren wird. 

Naja, eigentlich war die Sachlage relativ klar: Sophie Bauer (gespielt von Mona Freiberg) alias die Amsel vom Chiemsee beklagte, dass ihr Bauantrag für den Wellnessbereich zu ihrer Pension Seeblick seit einem Jahr nicht bearbeitet wird, während bei Konkurrentin Sabine schon die Bagger bereitstehen. Ihrem Ärger über die Politik und die „Freinderlwirtschaft“ machte sie erstmal Luft: „I blöde Amsel wart und wart und die Krähe vom Pulldinger Weiher baggert scho“, so der ehemaliger Schlagerstar Sophie. 

Richtig turbulent wird die Komödie allerdings, als neben der Grünen-Abgeordneten Katja Hübschmann (gespielt von Kristina Helfrich) auch noch der Landrat Dr. Peter Aschauer (gespielt von Manfred Stecher), sein Bote Hans Huber (gespielt von Flo Bauer) und der unbekannte Peter Stadler (gespielt von Peter Fritsch) auftauchen. Wer von den Herren ist jetzt der ominöse „Whistleblower“ und mit welchen Damen wollte sich der Landrat heimlich im Gartenhäuschen treffen? Schließlich macht ein roter Schal das Chaos perfekt. Hier blickt selbst der Koch Schorsch (gespielt von Andreas Kern) – das Mädchen für alles – nicht mehr durch. 

So türmt sich ein Missverständnis über dem anderen und obwohl jeder meint die Sache zu durchschauen, dauert es bis alle Kandidaten richtig einsortiert sind. Auf der Bühne entpuppen sich urkomische Dialoge mit doppeldeutigen Aussagen. So meinen beispielsweise die einen bei „Mäusen“ echte Tiere, während andere Personen von Geldscheine ausgehen und wiederum andere den liebenswerten Kosenamen für Damen verstehen. Irrungen und Wirrungen sorgten für beste Unterhaltung und die Gäste der ESKARA hatte einen vergnügten Abend. 

Am Ende bedankte sich auch Mona Freiberg bei dem sensationellen Publikum. „In der ESKARA ist es schon fast wie heimkommen“, merkte sie am Ende an. So freuen sich Schauspieler und Zuschauer schon auf ein Wiedersehen am 31. Januar 2027 in der ESKARA mit dem Stück „Der Hosenkavalier“.